komplex baut sich eine Lampe

„Do it yourself“ lautet das Motto im FabLab, wo sich Bastler*innen und Handwerker*innen nicht nur zuhause fühlen, sondern so manche Sachen für ihr Zuhause auch eigens kreieren. Das FabLab ist Teil des Spielraum für Alle im Innsbrucker Stadtteil Wilten und versteht sich als „offene, demokratische High-Tech-Werkstatt“ mit den Zielen, Privatpersonen technische Geräte zur Nutzung zur Verfügung zu stellen und handwerkliches Know-How zu vermitteln. Dies geschieht unter anderem in ihren regelmäßig stattfindenden Workshops z.B. zur Gerätenutzung (Lasercutter, 3D-Drucker, CNC Fräse etc.), zur Reparaturökonomie (wie das Musiker-Repair-Café) oder zum Anfertigen verschiedenster Dinge (wie T-Shirts oder Lampen).

Lampen_Vol2_03

Foto: FabLab

Auch ich wollte wissen, wie ich eine Lampe – anstatt sie zu kaufen – mit meinen eigenen Händen herstellen kann und so habe ich mich vergangenen Freitag für ein etwas außergewöhnliches Abendprogramm in den Lampenbauworkshop Vol. II des FabLabs begeben. Ohne technische Vorkenntnisse, geschweige denn, jemals etwas anderes zusammengebaut zu haben, als Ikea-Regale und Puzzles, habe ich mich im oberen Stockwerk des Spielraums mit sechs weiteren bastelfreudigen Teilnehmer*innen zwischen Gerätschaften, Staub und Sägespänen wiedergefunden.

Nach einem kleinen Rundgang im FabLab durch die Vereinsmitglieder und Workshopleiter Alex und Stefan konnte der handwerkliche Prozess schon losgehen: Die frisch aus dem Lasercutter geborenen Holz- und Plexiglasteile wurden erstmals geschliffen und zusammengeklebt, die Kabel gelötet und isoliert, das Leuchtmittel eingesetzt und zu guter Letzt der Bodendeckel draufgeschraubt. Was hier kurz und bündig in einem Satz zusammengefasst wurde, hat sich tatsächlich über drei Stunden gestreckt:

 

Mit nach Hause genommen habe ich an diesem Abend nicht nur eine schöne Ambient-Lampe, sondern auch ein ausgeprägteres Bewusstsein darüber, dass im Grunde gar nicht so viel dabei ist, Dinge selber zu machen und zu reparieren, anstatt sie durch neue Produkte zu ersetzen. Dass man keine Werkstatt zuhause hat, gilt ab sofort nicht mehr als Ausrede, denn dafür gibt es ja das FabLab im Spielraum und noch dazu  freundliche und lustige Mitarbeiter, die gerne bei der Bedienung der Geräte vor Ort behilflich sind.

Infos zum Spielraum FabLab und Termine weiterer Workshops findet ihr hier.

Fotos: Spielraum FabLab und komplex-Kulturmagazin Innsbruck

BE

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