#WasKannLiteratur – Impro Lesebühne im Literaturhaus am Inn

was kann

Was den Abend am „Aktionstag #Was kann Literatur“ so besonders machte, war, dass die sogenannte interessierte Öffentlichkeit den Stein ins Rollen bringen musste: Auf die Frage nach dem Potenzial von Literatur mussten Antworten gefunden werden und diese fielen äußerst vielfältig aus. Von sehr konkreten Wünschen an die Literatur  („Männer über Nacht in Käfer verwandeln“) bis hin zu den abstraktesten („Alles und Nichts“) war vieles dabei, was die Literat*innen zur Verzweiflung hätte treiben können. Mit nichts als Musik im Ohr und Stift in der Hand fabrizierten Stefan Abermann, Peter Giacomuzzi, C. H. Huber, Käthl, Ramona Pohn und Katrin Rauch aber innerhalb weniger Minuten aus Gedankenfetzen unterhaltsame kleine Geschichten, die den meisten Menschen wohl deutlich mehr Vorbereitungszeit abverlangt hätten. Es war ein Abend, der deutlich gemacht hat, dass Literatur wohl tatsächlich mehr kann, als gemeinhin angenommen wird. Denn auch wenn sie etwas Beständiges ist, das ewig in der Welt verhaftet bleibt, so kann sie doch innerhalb kürzester Zeit entstehen und beeindrucken.

Enden muss die Hymne an diesen Abend und an die Literatur als solche unabdinglich mit den Worten von Anna Rottensteiner, der Literaturhaus-Leiterin:

Literatur kann vielleicht keine Grenzen öffnen, aber sie kann Grenzen hinterfragen – und den Blick weiten. In Zeiten, in denen Grenzen geschlossen werden, die realen, aber auch mentale, sehen wir uns als Kulturschmugglerinnen, die das in den Mittelpunkt holen, was vielfach an den Rand gedrängt, ausgeblendet oder anderswo verboten wurde.

SC

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