Goodbye IFFI 2017

Mit dem gestrigen Tag ist das 26. IFFI-International Filmfestival Innsbruck zu Ende gegangen und somit auch eine aufregende, herzzerreißende, unterhaltsame sowie lehrreiche Woche mit filmischen Eindrücken aus verschiedensten Ländern. Wir sind froh darüber, dass wir uns – trotz des Sommereinbruchs – in die dunklen und kühlen Säle des Leokinos gewagt haben, um unseren Filmhorizont zu erweitern.

Das komplex-Team verabschiedet sich nun beim diesjährigen IFFI mit einigen persönlichen Festival-Eindrücken und Erinnerungen – wir freuen uns darauf, beim nächsten Mal wieder dabei sein zu dürfen!

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(c) Dino Bossini

Popcorn, Blockbuster und horrende Eintrittspreise sind nicht so meins, deshalb findet man mich normalerweise kaum im Kino. Am IFFI aber schon. Leider in den letzten Jahren immer verpasst, schäme ich mich ja schon ein bisschen dafür zuzugeben, dass ich dieses Jahr das erste Mal dort war. War aber sofort überzeugt. Was das IFFI besonders macht ist die Atmosphäre, die man sofort spürt, wenn man ins Leokino kommt. Man merkt, dass es sich hier um etwas Besonderes handelt und nicht um das „normale“ Kinogehen. Ein bisschen internationaler Flair in Innsbruck. Hervorgerufen wird dies vor allem durch die vielzählige Anwesenheit der Regisseure unterschiedlichster Filme, die gezeigt werden. Beim Q&A, einem ebenfalls wunderbaren Konzept, erfährt man dann noch etwas über Film und Produktion, das für gewöhnlich dem Zuseher unentdeckt bleibt. Die Premiere von „Home is Here“ zeigte dem/der Innsbrucker/in dann noch etwas, das so manche/r für ungewöhnlich halten mag. Auch hier, in einer kleinen Stadt in den Alpen, kann großartiges Kino entstehen. Greifbar und nah, kennt man doch manche der Locations, an denen gedreht wurde, aus dem alltägliche Leben. – Judith

Die IFFI Woche 2017 war für mich eine sehr intensive und bereichernde Erfahrung, zumal ich zum ersten Mal den Posten der Pressesprecherin dort übernommen habe. Ich habe sehr viele wunderbare Menschen kennengelernt und tolle Filme gesehen. Mein Lieblingsfilm 2017 ist „Traindriver’s Diary“ von Milos Radović – ein herrlich witziger, tragischer und zynischer Film! Besonders bewegt hat mich unser unerschütterlicher Teamzusammenhalt und die Freude daran, so ein schönes Festival mitgestaltet zu haben. – Sara

Was ich am IFFI so sehr schätze ist, dass die vielen Filme aus fernen und uns eher unbekannten Ländern (wie Kirgistan, Serbien, Kuba etc.) Bilder vermitteln, die einen realistischen Einblick in diese fremden Gegenden und Kulturen gewähren. Das Festival hält für mich einen persönlichen Mehrwert bereit, indem es meinen Horizont erweitert und mich mit seinen vielseitigen filmischen Eindrücken bereichert.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Screening des Dokumentarfilms „Sonita“ (2015, Iran), – ein Film über die Geschichte einer 18-jährigen afghanischen Rapperin – den ich sogar selbst anmoderieren durfte. Im Anschluss dieses bewegenden Portraits sollte eigentlich eine Hip-Hop Performance von geflüchteten Jugendlichen aus dem Jugendzentrum z6 stattfinden, die allerdings abgesagt werden musste, weil es einem afghanischen Jungen von seinen Eltern untersagt wurde, aufzutreten, da diese mit dem kritischen Inhalt des Films nicht einverstanden waren… Diese Begebenheit spiegelt die in der Dokumentation geschilderte Problematik 1:1 wider – man könnte fast sagen, dass der auf der Leinwand gezeigte Film von der Realität eingeholt wurde. Einmal mehr bekam ich durch dieses Ereignis die realitäts- und gegenwartsnahe Bedeutstamkeit des IFFIs zu spüren. – Brigit

Sonntagnachmittags in Innsbruck, etwa 30 Grad Außentemperatur bei klarem, blauem Himmel.  Das IFFI Festival neigt sich dem Ende zu, und es gibt nur noch wenige fesselnde Filme zu sehen – gleich zwei Filme davon von der Österreicherin Melanie Hollaus („Hernalser – Der Stein denkt mordet liebt“ + „Bilder der Verwandlung“), welche eine Hommage an die Arbeiterklasse darstellen. Diese beiden Filme dürfen und sollten nicht als einfache Spielfilme gesehen werden, sondern vielmehr als gesammeltes Kunstprojekt, welches die verschiedensten Medien ineinander verbindet. – Michael

Das IFFI bietet eine tolle Gelegenheit in eine Filmwelt abseits des Mainstreams einzutauchen und die Arbeiten von Filmemachern kennenzulernen, deren Herkunftsorte man nicht einmal auf der Landkarte finden würde. Mein persönliches Highlight war die Kombi Groschup & Menzel und ihr ewiger Streit um das Mikro sowie der ganz besondere Flair bei der Open-Air-Vorführung der Dokumentation ’66 Kinos‘ auf der Dachterrasse des Hotel Nala. Welcher Film mein Herz für sich gewonnen hat? Eindeutig „Ich habe den englischen König bedient“! – Mattea

Das Internationale Filmfestival Innsbruck begeistert Jung und Alt jedes Jahr aufs Neue und schafft es, in einem Provinznestchen wie Innsbruck einen schon fast urban anmutenden Haufen von Kulturbegeisterten zusammenzutrommeln und zu vereinen. Das IFFI beweist damit alljährlich, dass die Liebe zum Film – und zum Kulturleben im Allgemeinen – nichts mit der Größe einer Stadt zu tun hat. Sondern eben mit der Liebe. – Sarah

 

Wir sagen „Danke“ an das IFFI-Team für die großartige Organisation des Festivals und die Bemühungen, dieses einzigartige Event, viele beeindruckende Filme sowie zahlreiche interessante Gäste nach Innsbruck zu holen!

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