OLU – What is real without a dream?

Was macht den Charme des IFFIs aus? Bereits zum 28. Mal findet das IFFI – Iternationales Filmfestival Innsbruck statt und liefert mit seinem Rahmenprogramm die Möglichkeit, innerhalb von fünf Tagen in fünf Kontinenten zu Gast zu sein. Vor dem erstmals in Europa ausgestrahlten Film „OLU“, vom indischen Regisseur Shaji N. Karun, zeigte sich bei der Eröffnungszeremonie ebenfalls, dass das IFFI den Raum für verschiedenste Menschen schafft, um sich auszutauschen. Neben Persönlichkeiten aus der Politik gaben auch Künstler*innen Denkanstöße.

Dieses Jahr macht nicht nur das Programm auf das IFFI aufmerksam, sondern auch eine Skulptur von Alois Schild. Dieser Prototyp der Mauer zwischen den USA und Mexiko symbolisiert, dass der Mensch dazu tendiert, sich von anderen abzugrenzen. Wäre es jedoch nicht sinnvoller, ebendiese näher kennenzulernen und sich mit ihren Ansichten, Weltanschauungen auseinanderzusetzen? Die Wege hierfür sind vielfältig: Egal ob durch Bilder aus anderen Ländern, die zum Nachdenken bewegen oder durch das direkte Gespräch miteinander. Veranstaltungen wie das IFFI leisten ihren Beitrag dazu, den eigenen Horizont zu erweitern.

Sujet 2019

IFFI-Sujet 2019 / OLU

Wieso wurde aber der Film OLU für die Eröffnung ausgesucht? Shaji N. Karun stellt den Traum in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Dieses Thema begegnet dem Zuschauer ständig, sei es durch die Hauptfigur Vasu, der davon träumt, ein berühmter Maler zu werden, oder durch den Traum, die wahre Liebe kennenzulernen. Eines Tages lernt er seine Göttin der Kunst, Maya, kennen, die ihn fortan inspiriert und ihn beim Zeichnen unterstützt. Maya hat der Göttin Olu nach ihrer Vergewaltigung den Körper verliehen und spricht vom Grund eines Sees mit Vasu. Obwohl er sie nie sieht, entsteht zwischen den beiden eine tiefe Verbindung, die der Mann allerdings nicht zu schätzen weiß. Als er von Kunstexperten aus Mumbai entdeckt wird, verschwindet nicht nur Vasu aus seinem Dorf, sondern hinterlässt auch bei Maya Kummer. Weil er von seiner Inspirationsquelle entfernt ist, muss Vasu den Verlust seiner Liebe Maya und seine künstlerischen Fähigkeiten durch sie hinnehmen.

“If it is true that there are as many minds as there are heads, then there are as many kinds of love as there are hearts.”

Das Zitat von Leo Tolstoy weist schon vor Beginn des Films auf die zwei großen Motive hin, die Pluralität von Meinungen oder Ansichten und die verschiedenen Formen der Liebe. Was ist Liebe? Muss man, um die wahre Liebe zu erkennen, diese sehen? Oder gibt es auch andere Wege, jemanden zu lieben? Was ist Schönheit? Ist sie die Realisierung von Liebe?

Was der Film dem Zuschauer mitgeben will, lässt sich am ehesten so ausdrücken: Verfolge deine Träume und bemühe dich, auf das Innere eines Menschen zu achten. Lass dich nicht von Oberflächlichkeiten ablenken, sondern versuche, dein Gegenüber aufgrund seines Charakters wertzuschätzen.

 

VH

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