Übersehene im Fokus: „sex work – lock down“ – ein Fotoprojekt

Im Kubus „Reich für die Insel“ eröffnete Helena Lea Manhartsberger, Foto- und Videojournalistin, am 3.11. ihre Fotoausstellung mit dem Titel „sex work – lock down“. Helenas Projekt fokussiert dabei das fotografische Festhalten von Sexarbeiter:innen, Betreiber:innen, Aktivist:innen, Kund:innen und allen, die sich in irgendeiner Form mit Sexarbeit beschäftigen. Zudem hat sie ein Buch herausgegeben, das ebenjenen Protagonist:innen in Form von Interviews eine Stimme geben soll, anstatt nur andere über sie sprechen zu lassen.

Ins Zentrum gerückt wurde, wie der Titel schon sagt, die Frage, wie sich Sexarbeit in Zeiten der Pandemie verändert hat, wie sich das Berufsverbot und Abstandsregeln auf sie ausgewirkt hat und wie ihre Realität in dieser Zeit aussah. Bei der an die Eröffnung anschließenden Podiumsdiskussion sprachen neben Helena auch Protagonist:innen ihres Projekts.

Zahlreich strömten die Menschen am Eröffnungsabend der Ausstellung in den Kubus, um nicht nur Helenas raffinierte Fotografien zu bewundern, sondern auch an der Podiumsdiskussion zum Thema Sexarbeit in Pandemiezeiten teilzunehmen. Vielerorts gerne als „das älteste Gewerbe der Welt“ bezeichnet, ist es dennoch nach wie vor ein tabuisiertes und zu wenig beachtetes Thema, das dringend mehr ehrliche Auseinandersetzung und positive Aufmerksamkeit benötigt.

Selbstportrait mit Coco | Bild: Helena Lea Manhartsberger

Eine der Protagonist:innen in Helenas Fotoprojekt ist die Aktivistin Christine Nagl, die sich für Menschenrechte für Sexarbeiter:innen einsetzt und die Beratungsstelle PIA in Salzburg leitet. Neben Helena sprach auch sie bei der Podiumsdiskussion über ihre Arbeit und das Projekt. Anfangs habe sie an Helenas Idee gezweifelt, da sie bereits schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatte, die die Beratungsstelle in der Vergangenheit für Kontakte benutzt hatten, um letztlich Skandalgeschichten zu verbreiten. Schließlich habe sie aber die Besonderheit von Helenas Konzept erkannt und ihr sensibler Umgang mit dem Thema habe sie so sehr beeindruckt, dass sie Helena bei ihrem Vorhaben unterstützen wollte.

Nora White, eine weitere Protagonistin, die nicht nur ein Unternehmen hat und Mutter ist, sondern auch seit ihrem 19. Lebensjahr Sexarbeiterin ist, erzählte, wie dramatisch die Situation für viele Sexarbeiter:innen im Lockdown gewesen sei, da niemand wusste, wie es weitergehen würde und ob sie Förderungen bekommen würden oder nicht. Die Branche wurde schlicht und ergreifend übersehen. Was außerdem auch übersehen oder einfach ignoriert werde, sei, dass die Arbeitsbedingungen für Sexarbeiter:innen sich dringend ändern müssten. Die Möglichkeit, zwischen Straßenstrich und Bordell selbst zu entscheiden, wäre ihnen ein besonderes Anliegen. Nicht zuletzt, damit die Betreiber keine solche Macht über sie hätten und nicht in eine Art Zuhälterrolle kommen würden. Der Straßenstrich würde in den Medien oft als gefährlich und unzumutbar dargestellt, dabei würden viele die Arbeit dort lieber machen, weil sie selbstständiger arbeiten könnten.

„Grundsätzlich wäre es einfach wichtig, dass man mit uns spricht und nicht nur über uns. Wir sind nicht anders, wir stellen keine gesellschaftliche Gefahr dar, wir haben eine Arbeit gewählt, die wir zum Teil sehr gerne machen. Ich zum Beispiel.“

– Nora White

Stéfanie Noire von iBUS AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft, eine Einrichtung, die sich zur Unterstützung von Sexarbeiter:innen einsetzt und die Ausstellung mitermöglichte, moderierte den Abend und verriet, dass iBUS sich bei den Stadtpolitiker:innen derzeit stark dafür einsetzt, solche „Erlaubniszonen“ wie auch Hausbesuche wieder zu legalisieren und den Sexarbeiter:innen so mehr Freiheit und Selbstständigkeit gewährleisten zu können.


Weil das Thema Sexarbeit so groß ist und es so viel zu diskutieren und hinterfragen gab, haben wir uns noch einmal gesondert mit der Künstlerin Helena Lea Manhartsberger über ihr Fotoprojekt und dessen Besonderheiten unterhalten. Ein Projekt, das in unserer Gesellschaft dringend nötig ist, weil es ein aufrichtiges Beschäftigen mit einem Beruf ermöglicht, den die einen übersehen, während die anderen auf ihn herabsehen. 

Helena Lea Manhartsberger | Bild: Anna Craik

Wie bist Du in Bezug auf die Fotografie zum Thema Sexarbeit gekommen?

Helena: Meine ersten Berührungspunkte mit dem Thema Sexarbeit hatte ich 2014 in Innsbruck. Über einen Protagonisten eines anderen Projekts lernte ich Maria, eine Sexarbeiterin, kennen und kam in weiterer Folge mit der Beratungsstelle iBUS in Innsbruck und dem Sexworker Forum in Wien in Kontakt. Ich begleitete die Mitarbeiter:innen von iBUS beim Streetwork am damals noch vorhandenen Straßenstrich in Innsbruck und besuchte verschiedene Etablissements in Wien. Das Thema Sexarbeit und die damit verbundene Welt faszinierten mich und ich wusste, dass ich mich eines Tages auch fotografisch damit auseinandersetzen möchte, sah mich aber damals nicht darüber aus. Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt, im Zuge meines Internationale Entwicklung-Studiums sehr viel mit Fototheorie und  Repräsentationspolitiken beschäftigt und war schon fast an dem Punkt angekommen, gar nicht mehr fotografieren zu können, da ich ständig befürchtete auf Grund meiner eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Herkunft, meiner Hautfarbe, ständig Machtverhältnisse, sowie neokoloniale und rassistische Perspektiven zu reproduzieren, ob ich wollte oder nicht. Ich stand damals vor der Entscheidung, die Kamera ganz wegzulegen oder Wege zu finden, mich der Instrumente zu bedienen, die ich habe, und das Risiko einzugehen, manchmal etwas falsch zu machen, aber das Feld der Bildproduktion nicht nur denjenigen zu überlassen, die sich gar keine Gedanken darüber machen. Die Medien und die Kunst sind ohnehin schon zu voll von solchen Bildern. 

2019 verwirklichte ich ein Projekt über die Rolle der Frauen in der Revolution im Sudan, und wollte 2020 eigentlich nach Chile um mich mit feministischen Aktivist:innen der Demokratiebewegung zu treffen. Durch die Pandemie wurde das aber unmöglich. Zufällig kam dann iBUS erneut auf mich zu und fragte, ob ich mich an einer  Sensibilisierungskampagne zu Sexarbeit und Corona beteiligen möchte, so kam es dann zu diesem Projekt.

Was waren für Dich die größten Herausforderungen an diesem Projekt? Gab es besondere Schwierigkeiten?

Durch die bereits vorhandenen Kontakte war der Zugang in die Branche zwar relativ einfach, dennoch gestaltete es sich schwierig, Protagonist:innen zu finden, die bereit waren, mit mir zu sprechen, geschweige denn sich fotografieren zu lassen. Aufgrund der Stigmatisierung, die mit diesem Job einhergeht, sind viele Sexarbeiter:innen nicht geoutet und haben Angst erkannt zu werden. In der medialen Berichterstattung sind es deshalb meistens dieselben zwei bis drei Sexarbeiter:innen, die es sich leisten können, mit ihrem Beruf in die Öffentlichkeit zu gehen. Die überwiegende Mehrheit der Sexarbeitenden in Österreich sind Migrant:innen, aber in der medialen Repräsentation erscheinen sie kaum.

Ein weiterer Aspekt, der die Lage erschwerte, war, dass viele Personen trotz Berufsverbots arbeiteten und die Polizei hart gegen Sexarbeit im illegalisierten Bereich vorging. Vor allem jetzt in Coronazeiten und durch die erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei, wollten die meisten Frauen nicht mal telefonisch oder per E-Mail in Kontakt mit mir in Kontakt treten. Oft spielte auch die fehlende Zeit eine Rolle oder die Frage, was der Mehrwert sei, sich am Projekt zu beteiligen und in welchem Verhältnis dieser zum Risiko stehe, geoutet oder bestraft zu werden oder Arbeitszeit und somit Einkommen zu verlieren. 

Auch das fehlende Vertrauen in die Medien und die Angst vor einer verfälschten Darstellung in der Berichterstattung wurde angesprochen. Betreiber:innen hatten teilweise ebenfalls Angst, ins falsche Licht gerückt zu werden und befürchteten negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Auf Kundenseite war ebenso das Outing, meist vor der Ehefrau oder anderen Familienmitgliedern Thema.

Corona war in Bezug auf der Suche nach Protagonist:innen Fluch und Segen zugleich. Einerseits war es eine gute Zeit für eine Recherche dieser Art, da viele Leute nichts zu tun hatten und um jeden persönlichen Kontakt, um jede Aktivität froh waren. Andererseits waren viele Sexarbeiter:innen nicht in Österreich, sondern in ihren Herkunftsländern oder wohnten bei Kunden. Ich hatte kaum Möglichkeiten Kontakt herzustellen. Als letztes erschwerendes Element kam auch noch Corona an sich ins Spiel, da plötzlich Protagonist:innen erkrankten oder in Quarantäne mussten. Auch als ich bereits mit Personen in Kontakt war, wurden oft noch Termine verschoben, spontan abgesagt oder Protagonist:innen überlegten es sich anders, nachdem wir bereits Bilder gemacht hatten, da sie doch Angst vor zu viel medialer Aufmerksamkeit hatten.

Bild: Helena Lea Manhartsberger

Es scheint, als wäre es Dir ein besonderes Anliegen gewesen, das ganze „Sein“ der Protagonist:innen einzufangen und ihren Beruf als Sexarbeiter:innen dabei nur als einen Teil von Ihnen darzustellen. Was ist Deine Methode, um nicht in stereotype Darstellungsweisen zu verfallen?

Ich denke, es ist zu viel zu sagen, dass ich das „ganze Sein“ einfangen konnte, dafür hätte ich wohl viel mehr Zeit gebraucht. Die Personen, die ich traf, waren so unterschiedlich wie ihre Geschichten und Themen, so vielfältig wie die Branche an sich auch. Zu jeder einzelnen Protagonist:in könnte man ein eigenes Buch füllen. 
Ich habe mich entschieden, Fragmente aus den Leben der Menschen, die ich getroffen habe, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und vieles, oft auch sehr Intimes, mit mir teilten, aufzuschreiben und zu bebildern. Es sind Erzählungen, die mir im Bezug auf den thematischen Fokus auf Sexarbeit in Zeiten der Pandemie relevant erscheinen. Es sind Ausschnitte aus ihrer Berufswelt und ihrem Privatleben, die nur einen Teil der Lebensrealitäten dieser Menschen darstellen, und deren Identität mehr ausmacht, als Sexarbeiter:in zu sein. 

Wir alle definieren uns, je nach Kontext, in dem wir uns gerade bewegen, über ganz unterschiedliche Aspekte unseres Lebens und unserer Persönlichkeit. Frauen, die öffentlich machen, Sexarbeiterin zu sein, werden als „Huren“ stigmatisiert und oft als nichts anderes mehr wahrgenommen. Ziel meiner Arbeit ist es einerseits, durch die persönlichen Geschichten der Protagonist:innen Informationen zum Thema Sexarbeit und Corona in Österreich und damit verbundene Themen zu vermitteln, sowie andererseits die diversen Lebenswelten sichtbar zu machen und die Betrachter:innen zu sensibilisieren.

Methodisch ist es für mich immer wichtig, viel Zeit mit den Protagonist:innen zu verbringen, diese kennenzulernen, gemeinsam über Bildideen zu sprechen und dann zusammen zu verwirklichen. Ich wollte die Personen auch nicht auf ein Bild reduzieren, sondern durch eine Kombination von Bildern (unterschiedliche Portraits, Bilder von Orten und Gegenständen) vorstellen. In der letztendlichen Bildauswahl für die Ausstellung ist man dann natürlich räumlich begrenzt.

Die von mir fotografierten Personen sollen keinesfalls als stumme Objekte gesehen werden, sondern als die aktiven und handelnden Subjekte, die sie sind. Deshalb sollten sie auch immer wieder ihren Blick in die Kamera richten, um den Rezipient:innen so die Möglichkeit nehmen, sie unbeobachtet zu betrachten. Durch die Stigmatisierung und die kriminalisierten Arbeitsbereiche, stand ich aber mehrfach vor der Situation, anonymisierte Portraits herzustellen, was dieses Vorhaben natürlich erschwerte. Es ist eine besondere Herausforderung, die Protagonist:innen durch die Unkenntlichmachung weder als kriminell noch als Opfer wirken zu lassen. Es macht mir aber auch Spaß, damit zu experimentieren, Wege zu finden, die Persönlichkeiten auch ohne ihre Gesichter zu zeigen darstellen zu können. Oft kamen auch spannende Ideen von den Frauen selbst.

Die Arbeit mit den Protagonist:innen gestaltete sich sehr unterschiedlich, mit manchen hatte ich viel Zeit und es gab mehrere Treffen, bevor wir überhaupt Fotos machten. Bei anderen wie zum Beispiel im Laufhaus waren es eher kurze Treffen, weil die Frauen arbeiten mussten. Ich möchte meine Protagonist:innen aber immer als die aktiven, handelnden Personen die sie sind, und nicht als Objekte, die unsere Schaulust befriedigen, repräsentieren. Deshalb war mir auch die textliche Kontextualisierung in Form der Transkripte von Interviews sehr wichtig und sie sollte die gleiche Wertigkeit bekommen wie die Bilder. Man hört die Stimmen von Sexarbeitenden selten, dafür lädt das Thema stets ein, zu schauen und zu fantasieren. Text kann Klischees brechen, Erwartungen enttäuschen, neue Erkenntnisse schaffen.

Und wie erging es Dir persönlich mit dem Projekt? 

Persönlich war es für mich sehr interessant, da das Thema ganz viele Dinge vereint mit denen wir als Frauen im Patriarchat ständig konfrontiert sind. Ich wusste von Anfang an, dass ich keinen vermeintlich objektiven, sondern einen persönlichen und subjektiven Zugang zu dem Thema wählen muss. Während des Rechercheprozesses machte ich sehr viele Notizen, auch viel Persönliches habe ich aufgeschrieben. Ich hatte immer parallel ein Notizheft für das Projekt und ein persönliches Tagebuch. Irgendwann merkte ich, dass die Einträge ineinander übergehen und ich wusste nicht mehr, wo ich was reinschreiben sollte. 

Der Diskurs ist so moralisch aufgeladen und tabuisiert, das Thema wird als exotisch, fremd und anders repräsentiert. In Wirklichkeit hat das Thema aber in allen seinen Facetten sehr viel mit uns allen zu tun. Es stellt die Frage, wie wir mit Geschlechterrollen, mit Sexualität, dem Patriarchat und dem Kapitalismus umgehen. Welche Berufe wir wählen können, welche wir bereit sind auszuführen, um uns ökonomisch abzusichern. Wir wurden alle mit unterschiedlichen Privilegien in ein kapitalistisches und patriarchales System geboren und müssen unsere Strategien finden uns in dieser Welt durchzuschlagen. Sexarbeit bietet weniger privilegierten Personen die Möglichkeit trotz schlechter Startvorraussetzungen relativ gut zu verdienen und somit gesellschaftlich aufzusteigen. Das Thema ist aber so ambivalent, dass ich wohl noch einige Notizhefte füllen müsste, um eine ganz klare Position dazu einnehmen zu können… 

Bild: Helena Lea Manhartsberger

Hattest Du irgendwann das Gefühl, eine Grenze zu überschreiten oder einer Sexarbeiterin mit Deinem Projekt(vorschlag) zu nahe zu treten?

Nein, dieses Gefühl hatte ich nicht. Im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl, dass sich die Sexarbeiter:innen die ich traf, darüber freuten, dass sich jemand für sie und die Thematik interessiert und sich auch Zeit nimmt, darüber zu sprechen und nicht nur die immer gleichen Fragen stellt. Vor allem in Zeiten von Corona hatten einige das Gefühl, dass man sie vergessen hat.

Was alle Sexarbeiter:innen, die ich traf, gemein haben, ist, dass sie Expert:innen darin sind, klar zu formulieren, wo ihre Grenzen liegen, zu sagen was sie wollen und was nicht. Das hat mich sehr beeindruckt und da habe ich auf jeden Fall etwas von ihnen gelernt. Mutig sein, aussprechen was man denkt und fühlt, sich nicht alles gefallen lassen und das auch klar zu sagen. Von dieser Energy habe ich mich auf jeden Fall anstecken lassen und ich hoffe, dass ich darin auch besser werde. Egal in welchem Bereich, beruflich und privat ist das ja für alle Menschen unglaublich wichtig, doch gerade Frauen haben oft ein Problem damit, da wir gelernt haben, leise zu sein und keine Probleme zu machen.

Hat Dein Projekt Deine persönliche Sicht auf das Thema in irgendeiner Form verändert?

Nein eigentlich nicht, aber ich habe mich ja auch schon länger damit beschäftigt. Die Corona-Situation hat die negativen Folgen von Kriminalisierung auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Sexarbeiter:innen aufgezeigt. Bestehende Probleme wie prekäre Wohn- und Arbeitsverhältnisse, fehlende soziale Sicherheit, kaum vorhandenes Vertrauen in die Exekutive und erhöhte Vulnerabilität durch die Abdrängung in die Illegalität wurden verstärkt. Diese Beobachtung zeigt auch, dass jene Modelle wie das Schwedische, die das Sexkaufverbot propagieren, Sexarbeit nicht abschaffen, sondern nur die Personen, die darin arbeiten, weiter marginalisieren und stigmatisieren. 

Die gesetzliche Grundlage ist untrennbar mit der gesellschaftlichen Akzeptanz der Branche verbunden, deshalb können nur mehr Rechte für Sexarbeitende zu einer besseren sozialen Absicherung, sowie zu fairen und sicheren Arbeitsverhältnissen führen. Ein diverses Bild der Branche und ihren Akteur:innen in der medialen Repräsentation ist notwendig, um die verfestigten Klischees und Stereotype zu durchbrechen und so der Stigmatisierung von Sexarbeiter:innen entgegenzutreten. Mein Projekt sex work – lock down soll einen Beitrag dazu leisten, einen offeneren, weniger tabuisierten und moralbeladenen Diskurs anzuregen.  

Die Ausstellung ist noch bis 8.12.2021 im Reich für die Insel zu sehen.

| Sarah Caliciotti

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