ARTIST ASSEMBLY – 80 Jahre küveti und die Frage nach der Zukunft

Erster Freitag im September, die Stadt scheint langsam aus dem Sommerloch zu kriechen, und mein Kalender füllt sich wieder mit Kunst- und Kulturveranstaltungen. Zwei Stationen liegen heute noch vor mir: die Neue Galerie und der Kunstpavillon, nur ein paar Schritte voneinander entfernt am Innsbrucker Rennweg gelegen. An beiden Orten wird die Eröffnung von ARTIST ASSEMBLY gefeiert, einer umfangreichen Mitgliederausstellung zum 80-jährigen Bestehen der Künstler*innen Vereinigung Tirol (küveti).

Ausstellungsansicht Artist Assembly, Neue Galerie | Foto: Daniel Jarosch

Ich starte in der Neuen Galerie, die im Rahmen der Ausstellung zum symbolischen Vereinsheim wird – gedacht für gemeinsames Verweilen, Spielen und Regeneration. Zwischen den Kunstwerken steht ein Tischfußballtisch. Im Eck sitzt Kata Hinterlechner auf einer Biertischgarnitur und fädelt mit einer Ausstrahlung von Gelassenheit ein Rosenblatt nach dem anderen auf einem dünnen Faden auf, es ist eine „durational Performance“, sie trägt den Titel Gefüge. In dieser wiederholenden Handlung soll nach und nach eine Spur des Verbindens entstehen, die sichtlich Zeit und dauerhafte Aufmerksamkeit verlangt. Während die Künstlerin sorgfältig Blüten auffädelt, spielen Kinder am Tischfußballtisch. Das Spiel wirkt in diesem Zusammenhang wie eine weitere Performance, die eine fast schon gegensätzliche Energie in den Raum bringt – geht es dabei doch um Schnelligkeit und darum, dem anderen den Ball zu stehlen. In derselben Ecke hängt ein transparentes Plastiksackerl mit leerem Dosengebinde drin, es ist beschriftet mit: „4,75 €”.

Von da aus geht es weiter in den Kunstpavillon, wo die offizielle Eröffnung stattfindet, und nach und nach mehr Gäste eintrudeln. Die meisten unter ihnen scheinen selbst Mitglieder der Vereinigung zu sein, die aktuell 368 Künstler*innen zählt. Beinahe dreißig von ihnen sind mit ihren Arbeiten in der Mitgliederausstellung vertreten. Im Kunstpavillon sind Arbeiten zu sehen, die gesellschaftspolitische Strukturen und die Bedingungen künstlerischer Produktion selbst zum Thema haben. Ich beobachte, wie die Künstler*innen vor ihren Werken miteinander ins Gespräch kommen, Gedanken dazu teilen und sich über ihr künstlerisches Schaffen austauschen. In diesen Momenten wird ein Zusammenhalt und eine Wertschätzung füreinander spürbar – mehr als ich es sonst bei Ausstellungseröffnungen in der lokalen Szene wahrnehme. Der Abend lebt schließlich von der Freude und etwas Stolz darüber, zu diesem Anlass gemeinsam eine Ausstellung auf die Beine gestellt zu haben.

Eröffnung Artist Assembly, Kunstpavillon | Foto: Daniel Jarosch

Doch während die Eröffnung in eine sommerfestartige Atmosphäre eingebettet ist, liegt das übergeordnete Thema der Ausstellung – die Frage, wie Kunst auf gegenwärtige Krisen reagieren kann – zugleich spürbar schwer in der Luft. „80 Jahre Bestand sind keine Garantie für eine gesicherte Zukunft“, betont Bettina Siegele, Leiterin des Kunstpavillons, der Neuen Galerie und der Interessenvertretung, in ihrer Ansprache. Die Eröffnungsreden kreisen um die gegenwärtig schwierigen Bedingungen künstlerischer Arbeit, um prekäre Lebensrealitäten und um die Frage, wie sich Künstler*innen in einer Zeit behaupten können, in der demokratische Gesellschaften und ihre kulturellen Infrastrukturen zunehmend unter Druck geraten. Wohl kaum jemand unter den Anwesenden, der*die nicht aus eigener Erfahrung davon erzählen könnte.

Gemeinsam mit dem Vorstand habe man das Jubiläum deshalb zum Anlass genommen, über die künftige Ausrichtung der Vereinigung nachzudenken. Daniela Koweindl, kulturpolitische Sprecherin der IG Bildende Kunst, spricht über die Notwendigkeit fairer Arbeitsbedingungen und darüber, kulturelle Ausschlüsse abzubauen. Kunst und Kultur seien, wie sie betont, „ein zentraler Beitrag zur Demokratie“. Wer über die Freiheit der Kunst spricht, muss also auch danach fragen, wer unter welchen Bedingungen überhaupt Kunst machen und am kulturellen Leben teilhaben kann. Und das Plastiksackerl in der Ausstellung scheint Sinn zu machen.

Eröffnung Artist Assembly, Kunstpavillon | Foto: Daniel Jarosch

„Es braucht Jahre und Jahrzehnte an meist ehrenamtlicher Arbeit, um Strukturen wie die der Künstler*innen Vereinigung Tirol aufzubauen – und unter Umständen nur Wochen, um diese zu zerschlagen“,

sagt Johannes Reisigl, Kurator der Ausstellung, in seiner Rede. Wie schnell dieses Zerschlagen gehen kann, zeigt das nun leer dastehende Gebäude von Reich für die Insel, an dem ich gerade auf dem Weg von der Neuen Galerie zum Kunstpavillon vorbeigegangen bin. Johannes macht in seiner Rede deutlich, wie viel (meist ehrenmatliche) Arbeit im Aufbau kultureller Strukturen steckt und dass deren Bestehen alles andere als selbstverständlich ist. „Wir sind keine Insel – die Existenz einer freien Kunst- und Kulturszene ist untrennbar verknüpft mit der Existenz der liberalen Demokratie – allem voran den Rechten von Minderheiten.“ Eine Künstler*innenvereinigung wie die küveti schafft dafür wichtige Voraussetzungen. Sie bündelt Anliegen, gibt Kunstschaffenden eine Stimme und bietet Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und solidarisches Handeln.

Johannes sieht eine Chance im Zusammenkommen und Zusammenstehen. Das kommt auch im vielseitigen Rahmenprogramm von ARTIST ASSEMBLY zum Ausdruck, in dem Räume geöffnet werden, in denen man sich aktiv miteinander austauscht, diskutiert und gemeinsam etwas Neues zum Entstehen bringt. So reflektiert die Ausstellung acht Jahrzehnte Vereinsgeschichte und eröffnet zugleich eine produktive Auseinandersetzung darüber, was eine Künstler*innenvereinigung heute und zukünftig leisten kann.

Was eine solche Vereinigung für die einzelnen Mitglieder bedeuten kann, zeigen die beiden nachfolgenden Kurzinterviews, die den zeitlichen Bogen des Jubiläums aufgreifen: Ich habe mit der ältesten und dem jüngsten in der Ausstellung vertretenen Künstler*in – Monika Migl Frühling (80) und Clemens Gächter (25) – gesprochen und ihnen ähnliche Fragen in Bezug auf ihre Mitgliedschaft bei der küveti gestellt.


Kurzinterview mit Monika Migl Frühling

„1946“, Monika Migl Frühling, Artist Assembly, Kunstpavillon | Foto: Daniel Jarosch

Brigitte Egger: Du bist Ende der 70er-Jahre zur Künstler*innen Vereinigung Tirol gekommen. Was hat die Mitgliedschaft damals für dich bedeutet?

Monika Migl Frühling: Die Vereinigung war eine Interessensvertretung für Künstlerinnen und Künstler – vieles von dem, was heute auch die IG Bildende Kunst macht, hat damals die Künstlerschaft gemacht. Sie hat sich für unsere Interessen eingesetzt und mich auf jeden Fall auf meinem Weg unterstützt, z.B. mit Informationen zu Ausschreibungen und mit Ausstellungen. Ich bin sehr betreut worden und es war irgendwie heimelig – mir fällt kein anderes Wort dafür ein. Ich nehme an, dass meine Arbeiten geschätzt worden sind. Man hat sich gekannt und geschätzt, aber  jede*r der anderen Künstler*innen hat für sich gearbeitet. Erst später habe ich viel mit anderen Künstlern, meistens aber Künstlerinnen zusammengearbeitet.

Mittlerweile lebst du in Linz. Was hat dich dazu bewogen, für die Jubiläumsausstellung noch einmal in Innsbruck auszustellen?

Als ich gehört habe, dass die Künstler*innen Vereinigung 80 Jahre alt wird, habe ich mir gedacht: Ich werde auch 80 Jahre alt. Da treffen wir uns jetzt noch einmal. Ich bin schon lange nicht mehr aktiv dabei, verfolge aber immer, was sie machen, und freue mich darüber.

Meine ausgestellte Arbeit, 1946, ist mehr ein Gruß als ein kritischer Beitrag zum Zeitgeschehen. Ich finde es sehr schön, dass alle Generationen vertreten sind. Ich stelle eigentlich nicht mehr aus, höchstens kleine Beteiligungen, aber keine Einzelausstellungen mehr. Meine letzten Einzelausstellungen waren 2017.

Wie reagierst du in deiner künstlerischen Praxis auf die Gegenwart und auf gegenwärtige Krisen?

Man reagiert mit jeder künstlerischen Arbeit auf die gegenwärtige Situation und auch auf Krisen. Ich drücke mich nicht explizit politisch aus. Ich arbeite seit Jahren an einer Graphic Novel. Es geht um Behinderung und die Auseinandersetzung mit der Umgebung, der Außenwelt und den Gegebenheiten. Wie alles, was ich mache, ist die Arbeit einerseits sehr privat und andererseits allgemein gültig. Ich glaube, man kann nichts schaffen, das nicht zutiefst mit einem selbst zu tun hat.

Welche Rolle spielt Kunst für dich in einer demokratischen Gesellschaft?

Eine unglaublich wichtige. Wenn es dick kommt, wird es für die Kunst und auch von der Kunst her wieder spannend. Kunst kann alle Formen von Widerstand und Aufzeigen ermöglichen – konfrontativ oder subversiv. Das finde ich ganz wichtig.

Man merkt vor allem dann, wie bedeutsam Kunst ist, wenn politische Parteien sie einschränken und zensieren. Dann wird sie offenbar so gefährlich, dass man sie einschränken muss. Wir hatten lang eine gute Zeit, in der man frei arbeiten konnte. Jetzt hat man die Sorge, dass sich das ändert.

Du hast die Arbeitsbedingungen für Künstler*innen über viele Jahre erlebt. Wie waren sie für dich?

Schwierig. Es ist immer selbstausbeuterisch gewesen, und man nimmt das offenbar auch hin – zu sehr. Ich habe lange als Bildhauerin gearbeitet. Mit Kunst am Bau hat man da am ehesten Geld verdient. Dass die finanzielle Situation unsicher war, war ich gewöhnt. Zeitweise habe ich auch unterrichtet.

Als ich meine Pension bekommen habe, habe ich mich wirklich gefreut, weil es das erste regelmäßige Einkommen war, das ich hatte – obwohl es sehr wenig war. Ich war mit einem Arzt verheiratet und insofern finanziell abgesichert. Er war aber sehr lange sehr krank, und ich habe viel Zeit in die Care-Arbeit gesteckt. Es war wenig Zeit für die künstlerische Arbeit, aber offenbar doch genug.   

Was wünschst du dir für die Zukunft der küveti?

Ich freue mich sehr, wie sie es machen, und hoffe, dass sie so weitermachen können – mit ganz viel Kraft, Energie und Freude. Ich sehe es positiv und würde mich freuen, wenn es positiv weitergeht.


Kurzinterview mit Clemens Gächter

„Schlucker“, Clemens Gächter, Artist Assembly, Kunstpavillon | Foto: Daniel Jarosch

Brigitte Egger: Du bist seit 2025 Mitglied der küveti. Was hat dich dazu bewogen, beizutreten?

Clemens Gächter: Ich habe meinen Bachelor abgeschlossen und mich danach beworben. Ich kenne viele, die dabei sind, und die haben gesagt: „Bewirb dich doch.“ Dann habe ich gesagt: „Okay, mache ich.“ Jetzt bin ich dabei, und das freut mich voll.

Man kann bei den Meetings dabei sein, bekommt mehr Einblick und ist Teil dieser Community. Bei den Sitzungen lernt man andere Künstler*innen kennen. Als Mitglied bekommt man auch die Newsletter und kann sich für Mitgliederausstellungen bewerben. Es ist ein Infopool und auch ein professioneller Schritt. Man kann es sich in den Lebenslauf schreiben und wird dadurch in der Kunstwelt vielleicht ein bisschen ernster genommen.

Man kommt durch die Vereinigung auch mehr in Kontakt mit anderen Künstler*innen. Ich finde es interessant zu sehen, welche Lebensrealitäten die anderen haben und welche Erfahrungen sie mit Innsbruck und der Kunst gemacht haben. Innsbruck ist da ein schwieriges Pflaster.

Du hast dich für die Jubiläumsausstellung mit einer eigens entwickelten Arbeit beworben. Wie bist du an das Thema der gegenwärtigen Krisen herangegangen?

Ich habe die Ausschreibung durchgelesen und mir zuerst gedacht: Da sehe ich mich nicht drin. Ich habe mir damit sehr schwergetan. Das Thema war für mich sehr groß. Es gibt so viele Krisen – in der Kunstwelt und auf der ganzen Welt. Ich habe lange überlegt, was ich machen könnte.

Irgendwann habe ich mir gedacht, dass der Kunstpavillon ja auch ein Arbeitsraum wird, in dem Dinge passieren und Workshops stattfinden – keine klassische White-Cube-Ausstellung. Das wollte ich miteinander verbinden.

In der Kunstwelt geht es bei Krisen oft um finanzielle Fragen: Was wird gefördert, was nicht? Wer entscheidet, was gut ist? Wie viele Absagen bekommt man? Das habe ich auf größere Krisen übertragen. Wie schnell geht Zerstörung? Und wie lange braucht es, etwas aufzubauen? Das sieht man ja auch in der Politik. Kultur und Kunst werden aktuell wieder angegriffen.

Wie hast du diese Gedanken in deiner ausgestellten Arbeit, dem Schlucker, umgesetzt?

In meiner Malerei tauchen immer wieder bestimmte Charaktere auf. Einen davon habe ich herausgenommen und dreidimensional umgesetzt. Es ist ein Monster, etwas Tierisches und Animalisches, das Dinge auffrisst. Es steht lauernd da, hat das Maul weit offen und wartet darauf, etwas fressen zu können.

Gleichzeitig ist es wie ein Mülleimer für den Arbeitsraum. Alles, was dort entsteht, aber vielleicht nicht gut genug ist, kann man hineinschmeißen. Mit dem Hineinschmeißen ist aber auch klar: Jetzt wird es unwiderruflich zerstört. Innen drin ist ein Gartenhäcksler, den man einschalten kann. Dann stopft man die Dinge in das Maul des Tieres, und sie werden laut hörbar zerhäckselt.

Das Tier hat hinten Stöcke im Rumpf, die es irgendwie aufspießen. Es braucht also das, was es frisst, will es aber gleichzeitig nicht. Es tut ihm auch weh. Es geht um die Frage: Wie schnell geht Zerstörung? Und wie viel Spaß macht Zerstörung vielleicht? Es ist ein lauter, ein bisschen lustiger Prozess, aber es macht viel Spaß.

Die Besucher*innen können selbst mit der Arbeit interagieren. Wie wird das angenommen?

Ich habe das Gefühl, dass die Leute ein bisschen zurückhaltend sind, wenn sie etwas hineinschmeißen sollen. Man kennt es von Ausstellungen nicht unbedingt, dass man etwas anfassen oder selbst in Gang setzen darf. Obwohl ich das extra in den Beschreibungstext geschrieben habe, sind die Leute oft vorsichtig. Im Kunstkontext ist Berühren ja oft etwas ganz Verbotenes.

Es geht also auch um dieses Spiel: Ich darf das machen, ich darf das berühren. Als Zuschauer*in gehe ich selbst in diese Aktion hinein.

Welche Rolle spielt Kunst für dich in der Gegenwart und in Bezug auf Demokratie?

Ich fand die Eröffnung diesbezüglich extrem spannend insbesondere die Rede von Johannes‘ Reisigl  die ich absolut phänomenal fand. Darin wurde genau das zusammengefasst, was ich mit meiner Arbeit unter anderem ausdrücken wollte: das Politische, was gerade passiert, und wie ernst die Situation ist.

Ich glaube, man denkt oft: Ja, das geht schon irgendwie. Aber grundsätzlich sind wir vielleicht schon in einer Situation, in der es relativ schnell kippen kann. Gerade im Kunst- und Kulturbereich spürt man jetzt schon, dass viele Kürzungen passieren. Wie sieht es aus, wenn es noch mehr Kürzungen gibt?

Ich finde es wichtig, das in der Kunst aufzugreifen. Ich würde nicht sagen, dass man das muss. Wenn jemand sagt, das ist nicht mein Thema, dann kann man es genauso machen. Aber ich finde schon, dass Kunst einen Einfluss darauf haben kann, was uns bewusst wird. Es ist wichtig, solche Entwicklungen aufzugreifen und zu kritisieren.

Wie erlebst du die Arbeitsbedingungen als junger Künstler?

Es ist prekär. Von der Kunst kann man nicht leben. Die Ateliersituation in Innsbruck ist – milde gesagt – etwas schwierig. Es gibt sechs geförderte Ateliers in Büchsenhausen, die für fünf Jahre vergeben werden. Das ist ein super System, aber es gibt einfach viel zu wenige. Und die anderen Atelierräume sind oft viel zu teuer. Wenn 20 Euro pro Quadratmeter für Atelierräume verlangt werden, denke ich mir: Das könnte ich für eine Wohnung zahlen, aber doch nicht für ein Atelier. Innsbruck ist ein teures Pflaster. Wenn schon Atelierräume fehlen, wie soll es dann weitergehen? Davon zu leben, ist besonders schwierig.

Nichtsdestotrotz  gibt es immer wieder Preise und Stipendien, das ist toll. Aber davon alleine kann man auch leider nicht leben. Man spürt die Kürzungen schon, und es gibt zum Beispiel immer weniger Residencies. So merke ich das ganz persönlich. 

Aber man muss echt sagen, der Support innerhalb der Szene ist wirklich riesig. Es gibt einen starken Zusammenhalt, man hilft sich gegenseitig, tauscht sich aus und versucht einfach, gemeinsam Räume und Möglichkeiten zu schaffen. Das finde ich schon echt schön und gibt einem auch viel Motivation.

Was würdest du dir für die Zukunft der küveti wünschen?

Vielleicht noch ein bisschen mehr Ausstellungen, bei denen es um das Miteinander geht. Die Künstler*innen Vereinigung macht ja jedes Jahr Ausstellungen, und das finde ich absolut toll. Aber ich glaube, dass so eine Jubiläumsausstellung der Mitglieder sehr viel bringt und viel Zusammenhalt schafft.

Man kann noch so viele Meetings und Treffen haben, aber gemeinsam auszustellen, verbindet einen noch einmal anders. Das ist ein ganz anderes Gefühl. Bei der Eröffnung habe ich das Miteinander besonders gespürt. Es war eine Feier von 80 Jahren und hatte ein familiäreres Gefühl. Ich fand es schön, wie die Künstler*innen untereinander über ihre Arbeiten gesprochen haben. Man ist in Diskussionen gegangen und hat sich über die Arbeiten ausgetauscht. 

| Brigitte Egger

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