11 Fragen mit fotografischen Antworten an Stefan Rasberger (STADTBILD INNSBRUCK)

In der aktuellen Ausstellung im openspace in der Mentlgasse sind architekturfotografische Arbeiten von Stefan Rasberger zu sehen. Im Rahmen seines Projekts STADTBILD INNSBRUCK rückt der Fotograf und Grafikdesigner sonst oft übersehene Winkel, Flächen und Farbspiele unseres urbanen Raums in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Fotografien sind mehr als reine Dokumentation: wer die laufend wachsende Fotosammlung auf Instagram verfolgt, stolpert über Altbekanntes wie nie Gesehenes, immer eingewoben in seine pastellfarbene und aufgeräumte Ästhetik. Reduziert auf ihre Oberflächen und Geometrien präsentiert sich die Stadt wie eine stille Oase jenseits von Zeit und Ereignis.

Um einen Einblick in das Projekt zu geben, haben wir Stefan einige Fragen gestellt, die er mit Stadtbildern beantwortet hat. Wer nach diesem Vorgeschmack gern mehr sehen will, kann sich die Ausstellung noch bis zum 11. Juni im openspace zu Gemüte führen.


An welchem Gebäude in Innsbruck findet man deine Lieblingsfarbkombination?

Schützenstraße, 2018

Genau genommen handelt es sich hierbei nicht um ein einzelnes Gebäude, sondern um vier Mehrfamilienhäuser, die leicht versetzt an der Straße stehen.

Für welches Foto musstest du klettern?

Patscherkofel, 2019

Erfreulicherweise ist es für mich – dank Teleobjektiv – eigentlich nicht notwendig zu klettern. Für diese Arbeit musste ich jedoch zumindest ein bisschen wandern: zur Radarstation auf dem Patscherkofelgipfel.

Mit welchem Foto verbindest du eine schöne Erinnerung? (Die Erinnerung musst du nicht erwähnen)

Anzengruberstraße, 2020

Wo findet man in Innsbruck das schönste Mintgrün?

Claudiaplatz, 2019

An mehreren Lüftungsgittern am Claudiaplatz.

Und wo das schönste Altrosa?

Technikerstraße, 2020

Am Gebäude der HLWest in der Technikerstraße.

Von welchem Ort wurdest du durch Nachbar:innen oder Ordnungshüter:innen vertrieben?

Andechsstraße, 2020

Vertrieben wurde ich bisher noch nie. Es gibt aber des Öfteren Fenster-Omas und -Opas, die kritisch beäugen, wenn jemand mit einer Kamera ihre Häuser fotografiert. Ich bin daher so gut wie immer am frühen Sonntagmorgen unterwegs, wenn noch nicht viel auf Innsbrucks Straßen los ist.

Welches Foto hat die meiste Zeit gebraucht?

Exlgasse, 2021

Im Normalfall bin ich beim Fotografieren verhältnismäßig schnell. Es gibt jedoch Motive, bei denen ich im Zuge der Nachbearbeitung Dinge entdecke, die mich stören. Dann muss ich noch einmal an denselben Ort zurück und von Neuem beginnen.

Welches Foto verbindest du mit einer melancholischen Stimmung?

Fürstenweg, 2020

Eine Kombination aus rund und eckig, die dir gefällt?

Innrain, 2021

Beste Kulisse für einen Kuss?

Clemens-Holzmeister-Straße, 2019

Ein schmeichelhafter Ausschnitt von einem Gebäude, das du eigentlich hässlich findest?

Doktor-Karl-von-Grabmayr-Straße, 2021

Hierbei handelt es sich um die Rückansicht des Cineplexx-Kinos in Wilten.

KURZBIO

Stefan Rasberger, geb. 1981, Grafikdesign-Diplom und abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte in Innsbruck. Seit 2003 selbständig als Grafikdesigner und Fotograf tätig.

| Delia Salzmann

Links

Stadtbild Innsbruck auf Instagram
stefanrasberger.myportfolio.com/
Openspace auf Instagram
openspace-innsbruck.com/

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